Das Interhyp-Prinzip

Meilenstein: endlich uns!

By , 31. Mai 2012 20:34

Yaaay, heute ist der große Tag: wir nehmen unser Haus endlich in Besitz.

Leider war es dann doch nötig, die Zwangsräumung durchzuziehen. Immerhin war der Vorbesitzer durchaus kooperativ und hat vorgearbeitet. Seine Sachen hat er auch mit einem eigenen LKW abgeholte und bringt sie selber weg. Spart deutlich Geld. Trotzdem waren sechs Leute einer Spedition den ganzen Tag vollauf damit beschäftigt, das Haus leer zu räumen.

Nach dem Klick auf „Weiter lesen“ gibt es noch einige Impressionen von heute morgen und dem leeren Haus.

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Wärme und Behaglichkeit oder Von Zahlen erschlagen, Teil 2

By , 27. Mai 2012 09:23

Im ersten Teil der Betrachtung eines Heizungssystems ging es zunächst um die auf dem Markt befindlichen Systeme und deren prinzipiellen Eigenschaften bzw. der prinzipiellen Tauglichkeit für unser Bauvorhaben.

In diesem Teil möchte ich hingegen mal einen genaueren Blick auf die Zahlen hinter den Heizungssystemen werfen und prüfen, was sie so können. Interessant wäre natürlich eine Hochrechnung auf den späteren Verbrauch und ob das dann auch in der Realität eintrifft.

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Gerichts- und Notarkosten: Kleinvieh macht auch Mist

By , 22. Mai 2012 19:31

Im Rahmen einer Zwangsversteigerung fällt eine ordentliche Anzahl an Gebühren und Nebenkosten an, die hier und da fällig werden, dabei  einzeln nicht so die ganz großen Summen sind, sich letzten Endes aber doch gehörig summieren.

Hier eine Übersicht:

  • Grunderwerbssteuer: in NRW 5% des Objektpreises, in anderen Bundesländern gelten andere Sätze, spätestens ab Juli 2012 sind es jedoch überall mindestens 4,5%.
    Steht noch kein Haus drauf, wird die Steuer nur in Höhe des Grundstücks fällig. Steht jedoch bereits ein Haus drauf, wird das mit eingerechnet. Ist zwar kein „Grund“, bringt dem Staat aber mehr Geld.
    Bei einer Zwangsversteigerung wird das Höchstgebot als Berechnungsgrundlage verwendet.
  • Maklercourtage und Notargebühren für die Grundbucheintragung fallen bei einer Zwangsversteigerung keine an! Immerhin…
  • Zinsen auf das Höchstgebot: bezahlt man nicht sofort in voller Höhe oder überweist das gesamte Geld vorab, werden auch Zinsen in Höhe von 4% p.a. auf das Höchstgebot fällig, bis die gesamte Summe hinterlegt wurde.
  • Zuschlagsgebühr: dies ist eine Art Verfahrensgebühr und wird für den Höchstbietenden fällig. Sie liegt bei ca. 0,5% (bei uns waren es 0,48%)
  • Gebühren für die Eintragung in das Grundbuch: hier handelt es sich um eine sogenannte 10/10-Gebühr, deren konkrete Höhe sich nach der Gebührenordnung des Grundbuchamtes richtet. Hier können durchaus einige hundert Euro zusammenkommen.

Ein sehr guter Rechner für diese ganzen Gebühren findet sich übrigens hier. Einfach Verkehrswert, fiktives Höchstgebot und Bundesland eingeben und auf „Berechnen“ klicken. Damit kann man sehr schön sehen, was einen bei einem bestimmten Gebot erwartet.
Als Faustregel gilt, dass man bei einer Zwangsversteigerung nur die Maklergebühren einspart. Die Notar- und Grundbuch- sowie Gerichtskosten gliedern sich zwar anders. In der Höhe kommt aber dasselbe raus.

 

Der Notar möchte dann natürlich auch noch seinen Anteil haben. Bei der Zwangsversteigerung wird er zwar nicht für die Grundbucheintragung des Eigentümers benötigt. Spätestens bei den Eintragungen für die Grundschuld kommt er aber dennoch zum Spiel. Bei uns evtl. sogar doppelt, um das bestehen gebliebene Recht zu löschen. Zum Glück sind die Notarkosten durch eine Gebührenordnung bundeseinheitlich festgeschrieben. Sie richten sich nach einer Staffelung des Kaufpreises bzw. der Höhe der Grundschuld.
Für eine Grundschuld wären das z.B. 207€. Dazu kommen dann noch Mehrwertsteuer und Nebenkosten wie Porto etc. Siehe z.B. hier.

Ein schicker Rechner dafür findet sich bei der Interhyp. Dieser unterscheidet auch zwischen Eintragung und Löschung einer Grundschuld, da hier unterschiedliche Gebührensätze gelten.

In diesem Sinne viel Spass beim Kaufen! 🙂

Nach der Zwangsversteigerung: wie gelange ich in den Besitz meines Eigentums?

By , 16. Mai 2012 19:48

Der Eigentumserwerb über eine Zwangsversteigerung hat einen Haken: häufig bewohnt die Immobilie noch der Vorbesitzer. Diesen aus dem Objekt rauszubekommen, ist häufig schwierig. Warum sollte sich der Vorbesitzer auch kooperativ zeigen? Es gibt natürlich Fälle, wo der Vorbesitzer freiwillig und schnell das Objekt herausgibt. Man hört aber doch recht häufig auch von gegenteilig verlaufenden Fällen.
Mit Geldstrafen drohen ist häufig zwecklos, er hat ja beweisbar nichts, sonst wäre es nicht zur Versteigerung gekommen. Und dem berechtigten Interesse, das Objekt sofort zu übernehmen, steht der Schutz des Vorbesitzers entgegen.
Ganz machtlos ist man als Ersteher aber auch nicht.

Gut für uns, denn der Vorbesitzer unseres Hauses gehört zu den Leuten, die gerne taktieren und Verzögerungstaktiken verwenden. Näher ins persönliche Detail möchte ich nicht gehen, das grundsätzliche Vorgehen von uns aber trotzdem beschreiben.

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Meilenstein: Grundschuldbrief der Briefgrundschuld erhalten

By , 10. Mai 2012 19:54

Was wir ein lahmer Juristenwitz klingt, hat einen realen Hintergrund: bei der Zwangsversteigerung blieb noch eine Grundschuld bestehen, die wir ablösen mussten. Dies haben wir natürlich getan und mittlerweile das Ergebnis dessen in Händen, nämlich eine Löschungsbewilligung der Gläubigerbank nebst dazugehörigem Grundschuldbrief. Continue reading 'Meilenstein: Grundschuldbrief der Briefgrundschuld erhalten'»

Wärme und Behaglichkeit oder Warum man mit Eis heizen kann, Teil 1

By , 9. Mai 2012 19:38

Eine Heizung ist neben Strom und Wasser die wichtigste Installation eines Hauses, sorgt sie doch erst für die richtige Wärme und Behaglichkeit eines Heims. Gleichzeitig ist es ein Thema, das auf den ersten Blick todlangweilig ist, bei näherer Betrachtung aber hochspannend und sehr komplex ist.

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Zwei Meilensteine auf einen Schlag

By , 3. Mai 2012 22:39

Heute ist der Tag der erfüllten Meilensteine:

  • Ab sofort stehen wir als Besitzer unseres Grundstücks im Grundbuch
  • Wir haben den Werkvertrag für unser neues Haus unterschrieben

Irgendwie ist das alles noch ein wenig unwirklich. Das Gefühl, jetzt tatsächlich Haus- und Grundbesitzer zu sein, ist doch recht ungewohnt.

Für alle Juristen noch ein kleines Detail am Rande: wegen der Zwangsversteigerung wurden wir von Gerichts wegen in das Grundbuch eingetragen. Das stellt nach meinem Wissen die einzige Ausnahme zu der Regel dar, wonach ansonsten immer und stets Notare Grundbucheintragungen vornehmen.

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