Das Interhyp-Prinzip

Nachtrag zur SolarEis-Schmelze

By , 12. Dezember 2012 19:58

Hier noch ein Nachtrag zum Thema IsoCal und SolarEis mit ein wenig konkreteren Zahlen.

Das Gesamtsystem gliedert sich auf in:

  • Wärmepumpe (herkömmliche WP wie auch für die Erd-WP)
  • SolarEis-Speicher mit Solar-Kollektoren für die Regeneration

In Summe kostet eine SolarEis-Heizung nach den mir heute (Dezember 2012) vorliegenden Angeboten rund 40.000€. Da sind dann die anfallenden Eradarbeiten schon mit dabei. Ein anderer Leser dieses Blogs hat ebenfalls von Kosten in dieser Höhe berichtet.

Etwas mehr als die Hälfte, ca. 21.000€, fällt dabei auf das SolarEis-System (fairerhalber muss ich erwähnen, dass diese Kosten teilweise gefördert werden können).

Das SolarEis-System wiederum ist im Prinzip in folgende Bestandteile aufgegliedert:

  • Eis-Speicher (herkömmliche Betonzisterne)
  • Wärmetauscher (Haltevorrichtung plus eine Menge Schläuche)
  • Steuereinheit (kleiner Computer, der die Wärmequelle auswählt)
  • Solarkollektoren (keine Photovoltaik sondern Luft- und Sonneabsorber)

Eine Betonzisterne mit 10-12cm Fassungsvermögen kostet ca. 2.500€ ohne Erdarbeiten.
Macht für die restlichen Komponenten ca. 18.500€.
Wo jetzt dieser Preis herkommt, erschließt sich mir nach wie vor nicht. Solarkollektoren und Wärmetauscher sind keine sonderlichen Hightech-Produkte mehr. Die Steuereinheit kann auch nicht soooo teuer sein.

Klar, in dem Preis stecken eine Menge Entwicklungskosten und den Preis bezahlt man auch für die Innovation des Gesamtsystems. Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass man hier eine Menge Marktpotential liegen lässt.

Enttäuscht muss ich deshalb sagen: bye, bye SolarEis!

4 Responses to “Nachtrag zur SolarEis-Schmelze”

  1. Alex sagt:

    Tja, da fällt mir nur noch dazu: Schicksal eines „early adopters“. 😉

    Klar, Entwicklung kostet, man kann aber Umsätze und Gewinne auch über die Menge bekommen und wie Du schon sagst, der Markt wäre schon da. Denn die Technologie ist schon interessant und bei erschwinglichen Preisen durchaus eine sehr ernsthafte Alternative zu Flächenkollektoren und zu Bohrungen allemal sein könnte.

    Gehört IsoCal nicht mittlerweile Viessmann? Ich bin mal gespannt was sie damit machen. Entweder pushen sie die Technologie (begrüßenswert wäre es) oder sie lassen es auslaufen (wäre sehr schade). Wäre nicht die erste gute Idee, die in Marktkämpfen unter die Räder käme. Die Zeit wird es zeigen, ich bin gespannt.

  2. Christoph sagt:

    Ja, Viessmann hat IsoCal zu 51% übernommen.
    Danach zu urteilen, was ich zuletzt an Ankündigungen gehört habe, vermute ich jedoch, dass man sich eher auf Großobjekte konzentriert.
    Marketing-seitig habe ich jedenfalls nichts von Einfamilienhäuserun gehört. Dafür aber von mehreren großen Objekten mit vielen Wohnungen.

  3. Marcel sagt:

    Hallo Christoph, ein sehr schöner Blog. Bin natürlich durch die Eisheizung aufmerksam geworden.
    Ich verstehe noch nicht ganz, wie man da auf 40000 Euro kommt. Gemäß Auflistung Isocal steht da ein anderer Wert:
    http://www.isocal.de/investitions-und-betriebskosten.html

    Für welche Heiztechnik habt ihr euch jetzt entschieden?

    • Christoph sagt:

      Hallo Marcel,

      vielen Dank für das Lob! 🙂

      Dass auf der Seite von IsoCal günstige Preise stehen, verwundert mich nun wirklich nicht.
      Konkret halte ich die Preise für die Wärmepumpe und die Fußbodenheizung tendentiell für zu günstig.
      Mit dem Preis für das SolarEis-System macht sich IsoCal lächerlich. Entweder der ist glatt falsch oder deren Vertragspartner schlagen 100% drauf.
      Im ersten Fall täuscht man die Verbraucher, im zweiten Fall verderben die Vertragspartner den Markt, indem sie zu hohe Preise verlangen.
      Wie auch immer, wir hatten da jedenfalls eine *ganz* andere Zahl stehen.
      Ich kann euch nur empfehlen, euch ein konkretes Angebot machen zu lassen und zur Not auf die Seite von IsoCal zu verweisen.

      Wir haben uns mittlerweile für eine Erdwärmepumpe mit Grabenkollektoren entschieden.

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