Das Interhyp-Prinzip

Graben mit Köpfchen

By , 17. März 2013 09:53

Hier hatte ich beschrieben, wie die ersten Gräben für die Grabenkollektoren erstellt wurden.

Was noch fehlte, waren die letzten Gräben und der Anschluß ins Haus.

Darum soll es dann in diesem Beitrag gehen.

Wie immer gibt es eine Reihe von Bildern nach dem Klick auf „Weiter lesen“.

Zunächst mal die Reihe der nun fast vollzähligen Gräben (inklusive der hier nicht sichtbaren fehlt nur noch ein Graben). Man sieht nicht nur fünf der acht Gräben sondern auch den Artikel-Namen-gebenden Kopfgraben. Dieser läuft quer zu den Kollektorengräben und nimmt die dort verlegten Soleleitungen auf:

Reihe der Grabenkollektorengräben

Zwei Dinge sieht man hier sehr schön: zum einen, wie wenig letzten Endes der Abstand zwischen den Gräben ist. Es bedarf schon einiges Können mit dem Bagger, um hier nicht durch eine unbedachte Bewegung eine Wand einzureißen.

Zum anderen sieht man die Soleleitungen, die im Kopfgraben liegen. Diese müssen noch mit einer Kopfleitung verschweißt werden, die dann ins Haus führt. Dazu weiter unten mehr.

Nach wie vor beeindruckend sind die Erdberge, die sich auf dem Grundstück auftürmen:

Erdaushubhügel im Garten

Diese Hügel entstehen zum einen durch die Auflockerung der ursprünglich sehr kompakten Erde und zum anderen dadurch, dass die Soleleitungen in Sand eingebettet werden. An Sand haben wir so in etwa 174m * 0,8m * 0,15m (ca. 20) Kubikmeter verbuddelt! Und das bleibt natürlich alles an Erde übrig. Das stört uns aber nicht weiters, da wir auf dem Grundstück genügend Platz zum Verteilen haben und so vielleicht die ein oder andere Bodensenke ausgleichen können.

Zum Verdichten der Gräben kam dann auch noch schweres Gerät zum Einsatz:

 

Erdaushubhügelwalze

Ich habe jedenfalls nicht schlecht gestaunt, als das Teil auf einmal bei uns auf dem Grundstück stand. 😉

Tags darauf war dann geplant die Leitungen zu verschweissen aber das Wetter hat mal wieder nicht mitgespielt, 0° Celsius sollte es dann doch schon haben…

Einen Tag später war die Aussicht besser, gegen Mittag sollte es dann mehr als 0° haben. Zum Glück hat unser Grundstücl perfekte Südausrichtung, so dass das recht einfach war.
Trotzdem wurden wir erstmal von einem wahren Winterwunderland begrüßt!

Die Gräben waren jedenfalls mit reichlich Puderzucker bestreut:

 

Grabenkollektorgräben mit Puderzucker

Über Nacht ist dann auch noch die Wand zwischen erstem und zweiten Graben teilweise eingestürzt. War zum Glück nicht ganz so schlimm, weil die Leitungen noch frei waren.

Und mit dem richtigen Auge fürs Bild hat so ein Wintereinbruch auch was ästhetisches:

Winterliche Baustellenromantik

Und wenn ich mir diese Schneeschicht anschaue, bin ich dann doch sehr froh, dass wir uns für eine vernünftige Hausabdeckung entschieden haben. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn diese Schneemengen im Haus gelandet wären!

Schneebedeckte Kellerdecke

Mal schauen, ob der fertige Fußboden später mal genauso glatt und flach wird. 😉

Jetzt aber zurück zu den Gräben, da ist ja noch was zu tun.

Nachdem es dann schnell etwas wärmer wurde und die Arbeiter sich mit einer Wärmelampe beholfen hatten, ging es flugs ans Werk.An dieser Stelle nochmal ein großes Lob an alle, die sich trotz der widrigen Wetterbedingungen so reingehängt haben, um alles rechtzeitig fertig zu bekommen!

In dem Kopfgraben wurden gerade Rohre verlegt, die dann über T-Kreuzungen an die Soleleitungen angeschlossen wurden.

Graben 1-4 mit erster Kopfleitung

Ganz links sieht man die teilweise eingestürzte Grabenwand. Auf dem Boden liegt das erste Kopfrohr.

Die T-Kreuzungen sehen dann so aus:

T-Kreuzung an der Kopfleitung

Pro Kopfrohr wurden vier Gräben angeschlossen, jeweils eines für die Zuleitung und eines für die Ableitung. Jeder dieser 4er-Anschlüsse wurde dann nochmal verbunden, um die Zu- bzw. Ableitung aufzunehmen.

Besser sieht man das auf einem Bild:

Kopfleitung für Graben 5 - 8

Hier sieht man neben der Kopfleitung für die Gräben 5 – 8 noch die noch nicht angeschlossenen Leitungen für den Rücklauf. Ganz rechts ist das lange Verbindungsstück in Richtung Graben 1 – 4 zu sehen.

In der vollen Endausbaustufe sieht das dann so aus:

Zu- und Rücklauf im Kopfgraben

Hier im Bild sind nur die hinteren Gräben zu sehen. Unterhalb des Bildes kommen noch die restlichen Gräben. Gut zu sehen sind auch die Soleleitungen, die vom Haus kommen bzw. ins Haus zurücklaufen.
Diese Leitungen laufen rechts aus dem Bild und gehen dort in die vorher verlegten Leerrohre über. Das sieht dann so aus:

Soleleitungen im Leerrohr

Zum Abschluss wurden dann auch diese Leitungen wieder in Sand eingebettet und anschließend der Graben verfüllt.

Nach dieser ganzen Buddelei sieht unser „Garten“ mittlerweile wieder halbwegs vernünftig aus:

Glattgezogene Oberfläche im Garten

Naja, ein oder zwei kleine Resthügel haben wir schon noch:

Erdaushubhügelreste

Und wo wir schon mal dabei waren, haben wir auch direkt das Fundament für die zukünftige Terasse anfertigen lassen. Im vorletzten Bild konnte man schon einen kleinen Teil sehen.

Hier ein Bild in voller Größe:

Terassenfundament mit Balkonstützen

Ebenfalls nicht zu übersehen sind die Balkonstützen. Diese benötigen wir, weil wir den früheren Balkon überbauen werden. Aus statischen Gründen benötigen wir dafür noch Einzelfundamente, die das Ganze abstützen. Da das aber nicht mehr rechtzeitig fertig wurde, müssen wir uns übergangsweise mit diesen Stützen behelfen.

Zum Abschluss noch ein Blick auf ein Detail: selbst an solch kleinen Ecken hat unser Tiefbauer sauber das Fundament isoliert, gedämmt und mit Noppenfolie geschützt. Saubere Arbeit!

Fundamentdämmung

Der Rest der Wand wird dann gedämmt, wenn das Haus steht, da man sich dann direkt daran orientieren kann und den Übergang besser gestalten kann.

 

Damit wäre dann das Kapitel „Verlegen der Sole-Leitungen und Bauen der Grabenkollektoren“ erledigt. Ich hätte nicht gedacht, dass es so aufwendig ist, wie es letzten Endes wurde. In Summe waren 15 – 20 Manntage Arbeit nötig, um alles zu erledigen.

Glücklicherweise haben wir alles rechtzeitig fertig bekommen und einen großen Schritt in Richtung Haus geschafft!

 

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