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Der Aufbau unseres Hauses – Tag 2 (Dachpfetten und -sparren)

By , 27. März 2013 00:06

Der zweite Tag unseres Hausaufbaus stand ganz im Zeichen des Daches.

Zunächst jedoch musste noch der rechte Giebel angepasst werden, der am Vortag nicht montiert werden konnte. Geärgert hat uns, dass uns keiner der Monteure sagen wollte, was nun Sache ist (die Jungs haben wohl kurzzeitig vergessen, wer Ihnen letztendlich das Gehalt bezahlt…), schließlich ist das keine kleine Sache, wenn ein Giebel nicht montiert werden kann.
Jedenfalls dauerte es den halben Vormittag, bis zunächst die Außenplanken abmontiert und wieder dran montiert worden waren. Die Öffnungen für die seitlichen Pfetten wurden neu gemacht und was sonst so geändert wurde, wissen wir gar nicht. Nur, dass nun die unterste Planke ungestrichen ist. Da wird Stommel Haus also nachbessern müssen. Innen musste am nächsten Tag dann auch noch nachgearbeitet werden: alle Innenplanken wurden abgebaut und neu justiert wieder angebaut.
Innen ist von dem Malheur zum Glück fast nichts mehr zu erkennen…

Dann ging es aber los mit dem Dach!

Die große Dachpfette wurde in zwei Teilen angeliefert und auf der Straße mit einer feinen Konstruktion zusammengesetzt. In Summe kommt dieses Bauteil auf eine stolze Länge von 14,72m!
Beim Transport auf das Dach konnte man fast meinen, dass die Pfette zerbricht aber zum Glück hielt alles.

In der Folge kamen dann die Dachsparren der Reihe nach aufs Dach. 21 Stück pro Seite!

Auf der Südseite ging es dann deutlich langsamer zu Gange. Der Grund: unsere aufgesetzte Gaube erfordert eine doch recht aufwändige Holzkonstruktion, die von den Monteuren sehr sorgfältig gebaut wurde. Unsere Entscheidung, einen sichtbaren Dachstuhl zu ordern, wird an dieser Stelle spektakulär belohnt, so viel Eigenlob sei gestattet. 😉
Nachdem dieser Punkt erledigt war, wurden auch das Süddach mit Sparren versehen.

Parallel bauten auch die Gerüstbauer noch den ganzen Tag am Gerüst um das Haus herum. Es sollte noch aufgestocket werden, um die Dacharbeiten besser zu unterstützen und unter anderem auch einen Auffangschutz bekommen.

Zum Abschluss kam noch eine Folie über das Dach, um zumindest die gröbste Nässe vom Haus fernzuhalten. Und das war sehr gut, denn den ganzen Tag über hatte es immer mal wieder geregnet, ständig hingen dunkle Wolken am Himmel und insgesamt war es einfach eisig kalt. Und der nächste Tag versprach, nicht besser zu werden…
Ein großes Lob an die Monteure, die den ganzen Tag tapfer durchgehalten haben und in einem wahren Kraftakt noch die Folie über das Haus gezogen haben.

Nach dem Klick auf „Weiter lesen“ gibt es dann noch einige Bilder und wieder zwei Zeitraffervideos vom Tag!

Hier jetzt die versprochenen Bilder des Tages.

Für alle ungeduldigen Leser gibt es das volle Zeitraffervideo direkt. 😀 Holt euch Popcorn und dann viel Spass!

(4:01 min Laufzeit, 26 MB Größe, 720*404 Pixel, MP4/H.264-Codec)

 

Zu Beginn des Tages brachte LKW Nr. 3 erst mal Nachschub für die nächsten Tage.

Nachschub für die nächsten Tage

Hauptsächlich waren das kleinere Teile wie Sparren, Pfetten und Profilholz für das Dach.

Weil der Platz rechts neben dem Haus allmählich knapp wurde, musste auch der eigentlich weniger geeignete Platz auf der linken Seite herhalten.

Einflug der Aufdachsparren

Den später nicht sichtbaren Aufdachsparren war es dann auch egal, dass sie beim Absetzen erst mal zur Seite kullerten.

Zwischendurch ein kleines Hausbau-Stillleben:

Hausbaustillleben

Zu sehen ist hier übrigens die Transportbefestigung eines der Giebel. Hier mit weißem Band, das stärker belastbar ist als die schwarzen Bänder.

Nachdem die umgefallenen Sparren wieder aufgerichtet waren, ging es weiter mit der Reparatur des rechten Giebels:

Vor-Ort-Reparatur des rechten Giebels

Insgesamt hat uns das schätzungsweise einen ganzen Tag Verzögerung eingebracht.

Nach der Montage des jetzt fehlerfrei passenden Giebels, sieht unser Haus nun ein wenig Zebra-lastig aus. 😉

Fertig montierter Giebel

Jetzt aber schnell weiter zum Dachbau.

Erster Schritt: Dachpfette zusammenbauen!

Zusammenbau der Dachpfette

Und hier noch ein Blick aufs Detail:

Nahtstelle der Dachpfette

Die Pfette wird natürlich später auf voller Länge sichtbar sein!

Allerdings dann doch etwas trockener:

Rainy weather without screws...

Und ab damit aufs Dach:

Dachpfette im Anflug

Yihaw! Unser Dach hat seinen First!

Dachpfettenmontage in luftiger Höhe

Als nächstes wurde anschließend die Gaubenpfette montiert.

Grundlegende Gaubenkonstruktion

Die Gaubenpfette ist auch nicht gerade klein. Sie wird übrigens frei schwebend durch die Küche geführt und unterhalb der Dachpfette abgefangen.

Damit war das Schwierigste geschafft und leichtere Aufgaben standen an: die Dachsparren.

Teilbesparrtes Dach

Hier ist das Dach noch in Teil-Besparrung zu sehen, während kurze Zeit später alle Dachsparren auf der Südseite gesetzt waren.

Alle Dachsparren sind gesetzt

Jetzt wird es aber auch höchste Zeit für das zweite Zeitraffervideo!

(2:48 min Laufzeit, 14 MB Größe, 720*404 Pixel, MP4/H.264-Codec)

Zu sehen ist, wie erst die Dachpfette und daran anschließend die Dachsparren der Nordseite gesetzt werden. Abgeschlossen wird das Video von der Sparrenmontage an der Gaube und dem Abdecken des Daches mit einer Folie. Mal sehen, wer die Überraschungsgäste in dem Video entdeckt. 😉

Für alle, die es interessiert: jeder einzelne Sparren ist auf einem Dachplan verzeichnet!
Der sieht bei uns so aus:

Dachplan für unser Haus

Die zweistelligen Nummern neben den Sparren geben die Bauteilnummer an. Sparren mit gleichen Nummern können ausgetauscht werden, Sparren mit unterschiedlichen Nummern nicht. Da heißt es schon mal aufpassen, was wo hingehört.

Nach der Nordseite wurden die Sparren der Südseite befestigt. Besonders spannend ist hier natürlich der Gaubenbereich.

Montage der Gaubensparren

Man sieht sofort, warum dieser Bereich länger dauert: jeder Sparren ist unterschiedlich geformt, speziell geschnitten und muss sehr sauber montiert werden.

Im Detail sieht das dann von unten auch spannend aus:

Ansicht des Gaubenmittelpunkts von unten

Es ist übrigens so gewollt, dass der rechte Sparren (im Bild) näher an der Gaubenpfette ist als der linke. Das ist dadurch bedingt, dass dieser Sparren bis zur großen Dachpfette läuft und dort natürlich perfekt zu seinem Gegenpart auf der Nordseite passen soll (das ist auch oben im Dachplan zu erkennen). Ein bisschen Asymmetrie macht diese Ansicht aber auch sehr reizvoll. Perfekte Symmetrie ist ja manchmal auch langweilig. 🙂

Fertig sieht unsere Dachgaube dann so aus:

Die fertige Dachgaube

Danach war es höchste Zeit, unser Haus schlafen zu legen und gut zuzudecken:

Folienabdeckung über dem Haus

Mit dieser Folie konnte wenigstens die gröbste Nässe rausgehalten werden.

Zum Abschluss noch ein Bild, wie unser zukünftiges Wohnzimmer aussehen wird, im Hintergrund ist der Ess-Bereich zu sehen.

Blick durch das Wohnzimmer in den Essbereich

Das war Tag 2! Auch nach diesem Tag waren wir durchgefroren und hundemüde. Nasse Kält saugt auch noch das letzte Körnchen Kraft aus dem Körper.
Unglaublich wie anstrengend ein Hausbau ist. 😉

3 Responses to “Der Aufbau unseres Hauses – Tag 2 (Dachpfetten und -sparren)”

  1. Connie sagt:

    It’s simply beautiful!

  2. Anja sagt:

    Spannender als ein Krimi! 🙂

    Ach ja – ein freundliches Winke-Winke zurück. 😀

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