Das Interhyp-Prinzip

Vom Trennen und Verbinden

By , 1. August 2013 20:29

Ein wenig ängstlich erwarteten wir den nächsten Meilenstein unseres Bauvorhabens. Die Wirkung auf die Räume würde sehr stark sein, die Lichtführung maßgeblich beeinflussen. Bei der Bemusterung hatten wir uns noch kurz umentschieden, weg von der schlichten Neutralität des Weiß, hin zum wilden, ungezwungen Kern der Natur.
Die Räume würden entweder ihren gelungenen Abschluss finden oder einem Stigma gleich ein Mal davontragen.

Wovon ich gerade so blumig erzähle? Na, ganz einfach, von den – ach, klickt einfach auf „Weiter lesen“ und lest es selber. 😉

Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Türen! Sie trennen Räume und verbinden sie doch zugleich.

Ist man ein Haus gewohnt, das keine Türen hat, ist die Wirkung des Einbaus ebendieser natürlich enorm. Wir waren deshalb sehr gespannt, ob der Gesamteindruck passt, ob die Monate des Planens Früchte tragen, ob – wie wir es gerne ausgedrückt haben – das Gesamkonzept „ans Fliegen kommt“.

Angefangen hatten wir unsere Innenausstattung mit ganz schlichten, weißen Türen. Dann tendierten wir zu weißfarbigen mit zwei großen Kassetten und wählten diese auch in der Musterung aus.

Nach einiger Zeit des Nachdenkens kamen wir aber zu dem Schluss, dass weiße Türen auf weißen Wänden nicht so recht wirken würden. Vielleicht wären ja Türen aus Holz schöner? Vielleicht passend zur ausgewählten Treppe?

Also fuhren wir Anfang des Jahres nochmals zu den Musterhäusern am Firmensitz von Stommel Haus. Wir wollten uns die Innentüren anschauen, die dort verbaut sind. Es gibt schließlich kein besseres Anschauungsmaterial als das, was 1:1 vor einem steht.

Wir haben uns nach ausgiebiger Besichtigung und Beratschlagung mit unserem Bauleiter dazu entschlossen, dass wir die Türen ändern. Endgültig ausgewählt haben wir Türen in Kernbuche, die perfekt zur Treppe passen, die ebenfalls aus Kernbuche gefertigt wird. Die Fußleisten bestellten wir ebenfalls um, auch diese jetzt in Buche.
In dem Musterhaus konnten wir uns auch davon überzeugen, dass die Buche-Fußleisten gut zu den Stommel Haus-Holzwänden passen, die ja aus Fichte gefertigt werden.

Nun war also der große Tag gekommen, an dem sich bewahrheiten sollte, was wir damals im Januar geplant hatten.

Und ich darf vorwegnehmen: es ist gelungen!

Doch jetzt zu dem, was mehr als 1.000 Worte zeigen kann, wie gut die Türen aussehen. 🙂

Stommel-LKW mit Innentüren und Zargen

Stommel-LKW mit Innentüren und Zargen

Einmal mehr fuhr ein großer LKW vor, um Bauteile zu bringen. Gut, ganz so groß hätte er nicht sein müssen. 🙂
Die Zargen wurden aber vormontiert geliefert, nahmen also einiges an Platz ein.

Einzeltransport der Türen

Einzeltransport der Türen

Die kombinierte Holz-Glas-Tür („Panoramatür“ genannt) scheint ziemlich schwer zu sein. Jedenfalls waren die beiden Handwerker ordentlich am fluchen. 😉

Türen und Zargen, im Wohnzimmer gelagert

Türen und Zargen, im Wohnzimmer gelagert

Kurze Zeit später stand aber alles im Wohnzimmer, links die Zargen und rechts die Türblätter. Man erkennt schon die Musterung der Kernbuche. Eigentlich stehe ich nicht so sehr auf Buche als Möbelholz, weil ich es als etwas langweilig empfinde. Mit der Maserung aus der Kernbuche entstehen aber sehr schöne und „spannende“ Werke!

Zarge für Panoramatür und Glaselement

Zarge für Panoramatür und Glaselement

Hier liegt noch die Zarge für die Panoramatür. Diese enthält noch ein seitliches, feststehendes Glasteil. Dadurch bringen wir ein Maximum an Licht in den Eingangsbereich und versorgen indirekt auch den Keller mit ordentlich Licht.

Beim Einbauen der Türen konnte ich leider nicht dabei sein, habe mir aber abends das fertige Ergebnis angeschaut.

Eingebaute Innentür

Eingebaute Innentür

Hier ist nun die eingebaute Tür zur Küche zu sehen. Sehr schön und genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten.
Noch fehlen übrigens die Türdrücker, was es nicht ganz trivial macht, die Türen zu öffnen. 😉

Eingebaute Panoramatür mit Glaselement

Eingebaute Panoramatür mit Glaselement

Die Schreiner haben es tatsächlich geschafft, die Panoramatür ist eingebaut. Auf dem Bild wirkt sie ein wenig schmal. In echt ist die Tür-Glasteil-Kombination 1,40m breit.
Eine Besonderheit haben wir hier übrigens auch noch: im Glasteil fehlt noch das Glas. Das wurde wohl im Werk vergessen einzubauen und muss noch nachgeliefert werden.

Material-Kombination aus Feinsteinzeug, Innentür, Fußleisten, Innenwand und Holzwand

Material-Kombination aus Feinsteinzeug, Innentür, Fußleisten, Innenwand und Holzwand

Nicht ganz trivial, aber auf diesem Bild kann man alle Materialien erkennen, die im Erdgeschoss verbaut sind: Feinsteinzeug, Buchetüren und -Fußleisten, weiße Wände sowie einfach geweißte Holzinnenwände (am oberen Bildrand). 🙂
Schön, wenn am Ende alles zusammenpasst!

Kamin mit Fußleisten

Kamin mit Fußleisten

Hier noch ein Blick auf die Fußleisten, die auch am Kamin entlang laufen.

Wieder sind wir einen Schritt weitergekommen und freuen uns um so mehr, dass die einzelnen Puzzlesteinchen so schön ineinander greifen!

2 Responses to “Vom Trennen und Verbinden”

  1. connie sagt:

    echt schoen! Vorallem die Panoramatueren. Jetzt seid Ihr ja praktisch schon drin. Toll.

    • Christoph sagt:

      Yip, das finale Datum rückt immer näher! 🙂
      So langsam manifestiert sich unser endgültiges Umzugsdatum.

      Wenn ich daran denke, dass wir mal fast gleichauf waren 😀

      viele Grüße
      Christoph

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