Category: Einzug

Das Interhyp-Prinzip

Helferfest

By , 27. August 2014 17:00

Das neue Jahr 2014 stand direkt im Zeichen eines feierlichen Großereignisses, unserem Helferfest.

Unser Umzug war – wie eigentlich alles bei unserem Bauvorhaben – ein wenig außerhalb der Norm. Wir hatten wenige Wochen vor dem Einzu unsere Wohnung schon verlassen müssen und hatten Unterschlupf bei meinen Eltern gefunden. Nur wohin mit den ganzen Sachen?
Tja, die wurden im Keller der Schwiegereltern, in deren Garage, in der Garage meiner Eltern und noch in einer Garage von Bekannten gelagert. Und wenn man vor dem Einzug ins neue Haus (da fällt mir ein, dass ich das auch mal beschreiben könnte…) schon die Wohnung räumen muss, darf man natürlich alles zweimal anfassen und schleppen.

So kam es, dass wir eine umfangreiche Liste an Helfern hatten, bei denen wir uns bedanken wollten.

Et kütt wie et kütt und da wir gerne Gastgeber sind, war das der erste Härtetest für Haus und Küche.
Also frisch in die Hände gespuckt und ran an Kochlöffel und Co. Kurze Zeit später (*husthust*) war das Buffet dann bereit zum Plündern.

Es ist angerichtet!

Es ist angerichtet!

Wohl bekomms!

Der ziemlich verrückte Wahnsinn

By , 30. August 2013 06:00

Ein sonniger Tag im Spätsommer bricht an, die Sonne geht auf…

Der Wecker liegt längst wimmernd in der Ecke, denn Bauherrin und Bauherr sind schon lange wach. Heute steht nicht einer dieser Tage an. Nein, heute steht ein Tag an, der den ganz normalen Wahnsinn weit in den Schatten stellen wird.

Heute ist ein Tag des schon ziemlich verrückten Wahnsinns!

Heute ist der Tag vor dem Umzug!

So mancher Bauherr wird ihn kennen, diesen letzten Tag vor dem Umzug. Gefühlt ist das Haus noch im Rohbau und nur 24 Stunden später soll ein Umzug stattfinden! „Unmöglich!“ schreit der gepeinigte Geist. „Unfug, das schaffen wir!“ erwidern die Bauherren.

Und so wird dieser Tag von Sonnenaufgang (ha, so ein Langschläfer, diese Sonne) bis Sonnenuntergang („Was? Schon dunkel draußen?“) gewerkelt, damit auch alles vorbereitet ist für den letzten Tag, den König aller Tage des Wahnsinns, den Tag des Umzugs.

Unser Programm für den heutigen Tag hat es in sich:

  • Im Keller fehlt noch an einer Ecke das Parkett.
    Nur so am Rande: im Keller ging der Kampf gegen die Feuchtigkeit bis zum letzten Tag. Das Verlegen des Parketts, die Montage der Türen und die Montage der Treppe haben wir per Rückwartsplanung so geplant, dass alles einen Tag vor dem Umzug fertig wird, um so die Zeit, die der Estrich trocknen kann, zu maximieren.
    Unser Bautrockner hat uns dabei wertvolle Dienste geleistet. In den drei Wochen, während denen er bei uns zu Gast war, hat er schätzungsweise 250 – 300 Liter Wasser ausgespuckt und nach und nach die Luftfeuchtigkeit auf 36% gedrückt!
  • Die Türen im Keller werden eingebaut.
  • Die Treppe wird geliefert und eingebaut.
  • Im Haus steht eine Reinigung von innen und außen an.
  • Die Installation der Elektrik und der Haussteuerung muss abgeschlossen werden.
  • Die Beleuchtung wird geliefert und montiert.
  • Der Netzwerkschrank harrt der Installation von Switch und Verkabelung.
  • In der Küche wird letzte Hand an einen abwischbaren Küchenspiegel gelegt.
  • Verpflegung und Getränke für die Umzugshelfer werden besorgt.

Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass wir an diesem Tag auch noch eine Schlüsselübergabe machen? 😀

Der geneigte Leser wird sich natürlich fragen, warum wir uns das so antun. Und in der Tat hätten wir viele dieser Dinge bequem in den Tagen vorher erledigen können.

Der Grund für diese kompakte alles-am-letzten-Tag Planung war das ZDF. Genau, diese öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt aus Mainz.
Die hatten nämlich vor ein paar Wochen angefragt, ob sie uns bei unserem Umzug begleiten dürfen. Man drehe eine Reportage über das Bauen und wolle drei Bauherrenpaare in verschiedenen Projektstadien begleiten. Wir kämen für die Phase „kurz vor dem Umzug“ in Frage.

Nun gut, da fühlt man sich natürlich geschmeichelt und wer einen Blog betreibt, besitzt sowieso einen latenten Hang dazu, Geschichten über sich und das Leben zu erzählen. Warum also nicht?

Und so beginnt eine Phase der Planung und Ideenfindung. Geplant sind 1,5 Drehtage. Um auch genug Material aufnehmen zu können, muss in dieser Zeit allerhand passieren. Es soll noch mit der Realität übereinstimmen, sprich es müssen die echten Aufgaben sein, halt nur für die Kamera an einem Tag konzentriert.
Also legen wir los, machen unsere gesammelten Handwerker verrückt, koordinieren zich Termine, informieren unsere Umzugshelfer, nehmen extra Urlaub, haben nach über zwei Wochen Arbeit eine feste Zusage, der detaillierte Zeitplan steht und was macht das ZDF?

Diese Mainzelmännchen sagen anderthalb Tage vorher ab! Sie wollten jetzt doch nur mit zwei Paaren drehen…
Der Dreh ist mir dabei echt egal. Aber nach so viel Arbeit, zwei leer telefonierten Prepaid-Karten und jeder Menge aufgescheuchter Leute wird man einfach so, mir-nichts-dir-nichts, im Regen stehen gelassen. 🙁

Au mann, einmal mit Profis arbeiten!

Nach einem ziemlich angefressenen „Was-habt-ihr-denn-da-geraucht?“-Telefonat weiß ich jetzt immerhin, dass man sich im ZDF ziemlich ungern mit RTL2 vergleichen lässt. *harharhar*

Jetzt müssen wir also nur noch diesen ziemlich verrückten Wahnsinn überstehen und dann heißt es auf ins große Finale! Drückt uns die Daumen!

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