Category: Grundriss

Das Interhyp-Prinzip

Vom Bauen eines Hauses auf einen vorhandenen Keller

By , 25. April 2013 17:35

Der Platz in Deutschland wird knapp, immer häufiger passiert es, dass in einer Ortschaft kein freier Bauplatz mehr vorhanden ist. Als Alternative zu dem Bau in einem Neubaugebiet mit allen Vor- und Nachteilen bleibt da nur, ein gebrauchtes Haus zu erwerben.

Bei einem gebrauchten Haus erkauft man sich aber auch gravierende Nachteile. Häufig ist die Bausubstanz weit unterhalb heutiger Standards. Und ein gebrauchtes Haus zu finden, bei dem der Grundriss genau den eigenen Vorstellungen entspricht, ist noch seltener. Gleichzeitig sind die fälligen Renovierungsarbeiten mitunter zu teuer. Gerade Maßnahmen zur energetischen Sanierung können leicht einen Rahmen erreichen, bei dem sie sich nie amortisieren – wenn die Gegebenheiten des Hauses überhaupt einen energetische Sanierung erlauben.

Was bleibt, ist, ein gebrauchtes Haus zu kaufen, es abzureissen und neu zu bauen. Mit ein bisschen Glück hat das Haus einen Keller, den man wieder verwenden kann. Letzteres kann finanziell sehr attraktiv sein, kostet doch ein neuer Keller je nach Größe und Ausbaustufe schon zwischen 25.000 € und 70.000 €.

Wir haben uns bei unserem Bauvorhaben dafür entschieden, den Keller eines Bestandshauses in Bungalowbauweise stehen zu lassen und das neue Haus darauf zu setzen. Das Erdgeschoss haben wir abreissen bzw. zurückbauen lassen.
Die wichtigsten Gründe dafür waren:

  • Gut erhaltene Bausubstanz des Kellers
  • Nicht mehr zeitgemäße Wandkonstruktion des Erdgeschosses
  • Keine Möglichkeiten, das Erdgeschoss zu dämmen
  • Starke Abnutzungserscheinungen des Erdgeschosses durch Vernachlässigung und starkes Rauchen im Haus

In diesem Artikel möchte ich (streng subjektiv) beschreiben, welche Punkte dabei für uns wichtig waren, was zu klären war, bevor wir bauen konnten und welche Baumaßnahmen nötig waren, bis man den Keller nutzen konnte.

Bitte missversteht es nicht als allgemein gültige Checkliste oder als professionellen Leitfaden! Aber vielleicht kann der eine oder andere ja etwas davon nutzen oder für sein Bauvorhaben wiederverwenden – zumindest wenn ihr vorhabt, wie wir auf einem vorhandenen Keller aufzubauen. Vielleicht seid ihr aber auch gerade in der Entscheidungsphase und könnt nach diesem Artikel besser abschätzen, ob es sich für euch lohnt.

Weil es so lang wird: Klick auf „Weiter lesen“.

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Meilenstein: Teilprojekt „Hausabriss“ abgeschlossen

By , 18. Dezember 2012 19:13

Mittlerweile sind alle wesentlichen Arbeiten in Sachen „Hausabriss“ erledigt, so dass wir dieses Teilprojekt abschließen können. Yeah!
Alle weiteren Arbeiten wie Putz abschlagen und neu anbringen laufen dann unter „Renovierung“. 😉

Als letztes sind noch einige Wände verschwunden, die wir nicht mehr benötigen. Das waren zum einen eine Küchenabtrennung im zukünftigen Arbeitszimmer und zum anderen zwei Wände im zukünftigen Treppenhaus.

Die ehemalige Küchenecke erkennt man hier ganz hinten im Raum an den noch verbliebenen Kacheln an der Wand. Schön: im Winter scheint hier richtig kräftig die Sonne rein!

Das zukünftige Arbeitszimmer

Und hier noch das zukünftige Treppenhaus. Der dunkle Bereich auf dem Boden ist eine (flache) Pfütze, die sich wegen eines Lochs in unserer Hausabdeckung gebildet hat. Unser Handwerker hat das aber ohne Murren noch am gleichen Tag (immerhin ein Samstag) ausgebessert. Vor der Stahlstütze lief vorher die alte Mauer entlang, die einen kleinen Kellerraum abgetrennt hat. Man erkennt den Verlauf ganz gut an der Decke.

Treppenhaus

An die gleiche Stelle wie auch vorher wird unsere neue Treppe kommen. Allerdings breiter und länger. Da es eine Treppe mit einer Viertelwendelung wird, müssen wir das Treppenloch deshalb noch etwas vergrößern.

Zukünftiger Platz für die neue Treppe

Unschlüssig sind wir uns noch, ob wir das Treppenloch zu einem offenen Treppenhaus erweitern sollen oder es nur so groß wie nötig machen. Vor- oder Ratschläge irgendjemand?

Grundrissentwicklungsprozess

By , 26. August 2012 20:12

Schönes Wort, oder? „Grundrissentwicklungsprozess“. Für sowas muss man die deutsche Sprache einfach lieben. 🙂

Hier hatte ich ja schon mal unseren ersten Entwurf gezeigt. Aber wie hat eigentlich alles angefangen und wie sieht das fertige Ergebnis aus?

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Erster Architekten-Termin

By , 19. April 2012 21:55

Schrittchen für Schrittchen geht es voran.

Während wir noch eifrig bemüht sind, das Haus auch tatsächlich in Besitz zu nehmen, planen wir parallel schon an dem Um- und Neubau.

Dazu hatten wir heute den ersten Termin mit unserer Architektin. Diese wird ebenfalls durch Stommel beauftragt und kümmert sich um die Feinplanung des Hauses, des Kellers und des ganzen Drumherums. Bei solch einem Termin wird einem erst wieder bewusst, auf was man sich da einlässt! =:-o

Der Termin war jedenfalls sehr angenehm, sehr konstruktiv und hat einige Fragezeichen gelöst. Die nächsten Schritte werden jetzt jedenfalls sein, den Vermesser zu beauftragen, um u.a. die Nachbargebäude auszumessen und das bestehende Grundstück einzumessen.
Parallel kümmert sich unsere Architektin um den Grundriss: wir haben zwar schon einen ersten Entwurf, wollen den aber noch verfeinern bzw. auch evtl. nochmals komplett neu überdenken.
Die Außenwände stehen ja mehr oder weniger fest aber drinnen kann natürlich noch alles geändert werden. So haben wir z.B. im Moment noch stark um eine vorhandenen Kellertreppenöffnung herum geplant, was an einigen Stellen zu Einschränkungen und Kompromissen führt. Wenn aber nun berücksichtigt, dass die Kellertreppe an und für sich sowieso raus soll und so ein Treppenloch auch mit vertretbarem Aufwand verlegt werden kann, ergeben sich natürlich ganz andere Planungsmöglichkeiten.

Wir treten also planungstechnisch quasi nochmal einen gedanklichen Schritt zurück und schauen, was dabei raus kommt, wenn wir in uns gehen.

Gelernte Hard Facts:

  • Der Statiker rechnet die Statik für das Haus von oben nach unten. Die resultierenden Kräfte gibt er an den Statiker, der den Keller berechnet. Danach richtet sich dann auch teilweise, was im Keller getan werden muss.
  • Der Statiker rechnet auch aus, welchen KfW-Wert das Haus erreichen kann und was dafür getan werden muss. Danach richtet sich dann auch wiederum, über welches Förderprogramm wir evtl. einen KfW-Kredit erhalten können.
    Letzteres ist natürlich wichtig, da manche KfW-Programme zinslich gesehen nicht attraktiv sind.

Als Appetizer hier ein Screenshot des aktuellen Grundrisses. Mal sehen, was wir später tatsächlich bauen und wie viel sich noch verändert. 🙂

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