Category: Infrastruktur

Das Interhyp-Prinzip

Sonnenangeregte Elektronenaktivität, Teil 2 (Komponenten und Preise)

By , 17. Mai 2013 21:57

In Teil 1 hatte ich beschrieben, auf welcher Grundlage ich eine Entscheidung für eine PV-Anlage getroffen habe und mit welchen Leistungsdaten ich rechne.

In diesem Artikel soll es jetzt darum gehen, aus welchen Komponenten unsere PV-Anlage bestehen wird und wie diese zusammengestellt wurde. In einem gesonderten Abschnitt gehe ich auch kurz darauf ein, wie wir unseren Solarteur des Vertrauens gefunden haben und was man bei der Angebotsfindung beachten sollte.

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Sonnenangeregte Elektronenaktivität, Teil 1 (Grundlagen und Wirtschaftlichkeit)

By , 17. Mai 2013 17:40

An sonnigen Tagen wie heute fällt mir mal wieder ein, dass wir ja eventuell noch eine Photovoltaik-Anlage bauen möchten.
Zu verführerisch ist die Aussicht auf eine womöglich attraktive Rendite und eine (teilweise) Unabhängigkeit von den Stromerzeugern. Da ich mit der Materie bisher wenig bis gar nichts zu tun hatte, muss ich wohl ganz vorne anfangen. In mehreren Teilen schreibe ich hier zusammen, was ich in Erfahrung gebracht habe und gelernt habe.

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Vom Bauen eines Hauses auf einen vorhandenen Keller

By , 25. April 2013 17:35

Der Platz in Deutschland wird knapp, immer häufiger passiert es, dass in einer Ortschaft kein freier Bauplatz mehr vorhanden ist. Als Alternative zu dem Bau in einem Neubaugebiet mit allen Vor- und Nachteilen bleibt da nur, ein gebrauchtes Haus zu erwerben.

Bei einem gebrauchten Haus erkauft man sich aber auch gravierende Nachteile. Häufig ist die Bausubstanz weit unterhalb heutiger Standards. Und ein gebrauchtes Haus zu finden, bei dem der Grundriss genau den eigenen Vorstellungen entspricht, ist noch seltener. Gleichzeitig sind die fälligen Renovierungsarbeiten mitunter zu teuer. Gerade Maßnahmen zur energetischen Sanierung können leicht einen Rahmen erreichen, bei dem sie sich nie amortisieren – wenn die Gegebenheiten des Hauses überhaupt einen energetische Sanierung erlauben.

Was bleibt, ist, ein gebrauchtes Haus zu kaufen, es abzureissen und neu zu bauen. Mit ein bisschen Glück hat das Haus einen Keller, den man wieder verwenden kann. Letzteres kann finanziell sehr attraktiv sein, kostet doch ein neuer Keller je nach Größe und Ausbaustufe schon zwischen 25.000 € und 70.000 €.

Wir haben uns bei unserem Bauvorhaben dafür entschieden, den Keller eines Bestandshauses in Bungalowbauweise stehen zu lassen und das neue Haus darauf zu setzen. Das Erdgeschoss haben wir abreissen bzw. zurückbauen lassen.
Die wichtigsten Gründe dafür waren:

  • Gut erhaltene Bausubstanz des Kellers
  • Nicht mehr zeitgemäße Wandkonstruktion des Erdgeschosses
  • Keine Möglichkeiten, das Erdgeschoss zu dämmen
  • Starke Abnutzungserscheinungen des Erdgeschosses durch Vernachlässigung und starkes Rauchen im Haus

In diesem Artikel möchte ich (streng subjektiv) beschreiben, welche Punkte dabei für uns wichtig waren, was zu klären war, bevor wir bauen konnten und welche Baumaßnahmen nötig waren, bis man den Keller nutzen konnte.

Bitte missversteht es nicht als allgemein gültige Checkliste oder als professionellen Leitfaden! Aber vielleicht kann der eine oder andere ja etwas davon nutzen oder für sein Bauvorhaben wiederverwenden – zumindest wenn ihr vorhabt, wie wir auf einem vorhandenen Keller aufzubauen. Vielleicht seid ihr aber auch gerade in der Entscheidungsphase und könnt nach diesem Artikel besser abschätzen, ob es sich für euch lohnt.

Weil es so lang wird: Klick auf „Weiter lesen“.

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Über den Sinn und Unsinn eines Wärmepumpentarifs

By , 15. April 2013 20:45

Wie schon vorher mal beschrieben, bekommen wir in unserem Haus eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Grabenkollektoren als Wärmequelle.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wo die Wärmepumpe ihren Strom herbekommt. Die Fragestellung, eine Photovoltaik-Anlage als Haupt-Stromquelle für die WP zu nutzen will ich gar nicht groß anschneiden (funktioniert nur marginal, da Bedarf und Erzeugung des Stroms nur wenig überlappen). Vielmehr interessiert mich, ob sich einer der Wärmepumpentarife lohnt.

Leider wurden die WP-Tarife in den letzten Jahren stark erhöht. Einzelne Anbieter haben die Preise wohl innerhalb zweier Jahre um 60% angehoben.

Wie auch immer: für mich kann nur zählen, was jetzt auf dem Markt angeboten wird (für die Historie: das ist 2013).

Die Lage sieht so aus: WP-Tarife werden grundsätzlich nur vom örtlichen Energieversorger (ÖEV) angeboten.
Der Grund hierfür sind die Signale für die Steuerung der Rundsteuerempfänger (wegen der Abschaltung der Wärmepumpen), die der ÖEV nur selber erzeugt. Fremde Signale muss er nicht durch sein Netz lassen. Kann ein Stromanbieter aber den RSE nicht erreichen, entfällt die Grundlage für den WP-Tarif. Ergo: WP-Tarif gibt es nur beim ÖEV.

Behelfen könnte man sich mit einem Hybridmodell, indem man den WP-Tarif beim ÖEV bezieht und den restlichen Haushaltsstrom über einen günstigeren Anbieter.

Aber lohnt sich das überhaupt?

Die Antwort gibt es nach dem Klick auf „Weiter lesen“!

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Buchbinder Wanninger oder Von den Irrungen und Wirrungen ein Stromkabel umlegen zu lassen

By , 7. März 2013 19:38

Ach ja, der gute, alte Karl Valentin mit seinem Buchbinder Wanninger. Wenn der nur wüsste…

Vor nicht allzu langer Zeit begab es sich, dass ich das Stromkabel, das zu unserem Haus führt, verlegen lassen wollte, auf dass es im neuen Haustechnikraum das Haus betrete.

Aber, ach!, da steh ich nun, ich armer Thor und weiß nicht recht, was mir steht bevor…

Das Drama geradezu faustischen Ausmaßes beginnt damit, dass der örtliche Energieversorger uns zwar mit Energie versorgt aber nicht mit dem dazugehörigen Stromkabel. Dazu muss man sich an den örtlichen Verteilernetzbetreiber wenden.
Nur, wer ist das? Im Internet bin ich nicht so recht schlau geworden. Es gibt Gebiets-Datenbanken, die das aufschlüsseln aber dafür muss man Geld bezahlen.

Dann stell ich mich doch mal dumm und rufe einfach bei der Rhenag an. Die sind zwar für unser Gebiet zuständig aber nur fürs Gas. Für den Strom sollten wir uns doch an die Rheinenergie wenden oder ans RWE. Wer von beiden der richtige sein, wüssten sie aber auch nicht.

Na gut, fangen wir mal bei der Rheinenergie an. Kurzes Telefonat: nein, da sind wir falsch.

Also auf zum RWE. Das hat auf seiner Homepage eine sehr praktische Chat-Funktion. Die probiere ich doch gleich mal aus. Klappt auch sehr gut! Keine fünf Minuten später weiß ich: bei der RWE bin ich falsch! Ich muss mich an die Westnetz GmbH wenden.
Wer diese Firma – wie ich – nicht kennt, sei nicht verwundert: den Namen gibt es erst seit dem 1.1. und die Firma ist übrigens eine Tochter der RWE…

Was solls. Schnell dort angerufen, um mein Sprüchlein aufzusagen. Wie? Was? Es kommt nur eine Bandansage? „Wir sind ab dem 04. März wieder telefonisch zu erreichen!“. Ist ja cool. Und das am 1. März. Mal eben drei Tage nicht erreichbar…
Warten wir also…
Am 4. März dann der nächste Anruf. Und schwuppdiwupp ab in eine Warteschlange. Wie könnte es auch anders sein.
Nach 10 Minuten „Der nächste freie Mitarbeiter ist sofort für Sie da.“ hänge auf. Merkwürdiges Verständnis von „sofort“ haben die…

Damit bleibt nur die elektronische Kontaktaufnahme. Schnell eine E-Mail geschrieben, die innerhalb weniger Sekunden zugestellt ist. Auf die Reaktion muss ich dann aber anderthalb Tage warten.
Was solls, warten bin ich ja gewohnt…
Immerhin ruft mich dann auch tatsächlich ein Mensch zurück, der sogar verstanden hat, was ich machen möchte! Yaaaay!
Allerdings kommt direkt danach: „bei mir sind da aber falsch, Sie müssen sich an die Rheinenergie wenden“.<mitSauronsStimmeImMomentDerRingvernichtung>Neeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnn!</mitSauronsStimmeImMomentDerRingvernichtung>
Aber zu meinem großen Glück kann mir der Mitarbeiter einen direkten Ansprechpartner nennen und das sogar mit Telefonnummer!

Einen weiteren Anruf später ist dann das weitere Vorgehen klar:

  1. Ich schreibe dem freundlichen Herren kurz was ich möchte.
  2. Diese klärt mit der RWE (hier schaltet mein Gehirn kurz ab und bootet neu) ab, was genau zu tun ist.
  3. Er schreibt mir dann ein Angebot, das ich beauftragen kann.
  4. Danach wird der Auftrag ausgeführt.

Zeitdauer für das alles: 1,5 Wochen für das Angebot und danach 6-8 Wochen bis zur Ausführung. Wobei, naja, bei uns wäre das Kabel ja schon vorhanden. Vielleicht ginge es dann auch schneller…

Jetzt heißt also – richtig! – warten…

Hoffen wir mal, dass Godot uns gute Nachrichten bringt! 😉

Und weiter geht’s – Tag 3 und 4

By , 3. März 2013 17:09

Bevor das neue Haus kommt, wollen wir natürlich den Keller halbwegs fertig haben. Anfang Februar wurde der Keller deshalb freigelegt, um die Wände etwas trocknen zu lassen. Den Bericht und die Bilder dazu gibt’s hier.

Nach dem Klick auf „Weiter lesen“ gibt es den Bericht, was seitdem passiert ist.

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Strom-Speichersysteme im Rahmen der Photovoltaik – Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

By , 1. November 2012 03:27

Eine dumme Sache an der Photovoltaik ist ja, dass häufig genau dann der meiste Strom produziert wird, wenn man am wenigsten verbraucht: tagsüber. Dies gilt umso mehr, als dass mit der letzten Novelle der Einspeisungsvergütung der Fördersatz erstmalig unter den Strompreis gesunken ist, sich also der Eigenverbrauch am meisten lohnt.

Da mutet es wie die Zerschlagung des gordischen Knotens an, wenn verschiedenste Anbieter mit Stromspeichersystemen auf den Markt kommen, die den tagsüber produzierten Strom speichern, um ihn abends nutzen zu können. Von den blumigen Werbeversprechen und emotionalen Gründen mal abgesehen, stellt sich da natürlich die Frage: lohnt sich so ein Teil?

Ich habe mich auch sehr für solch ein System interessiert und für mich mal durchgerechnet, ob es wirtschaftlich überhaupt sinnvoll ist. Wie gesagt, ökologische („ich will die Natur bestmöglich schonen“), emotionale („ich will unabhängig von der gierigen Stromindustrie sein“) oder sonstige („ich möchte mich vor Stromausfällen schützen“) Gründe bleiben außen vor.

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