Category: Konstruktionsdetails

Das Interhyp-Prinzip

Das Wärmedämmverbundsystem

By , 31. August 2014 15:00

Wärmedämmverbundsystem – wieder so ein sperriges Wort, mit dem ich vor Beginn unseres Bauvorhabens nichts hätte anfangen können.

Dass es aber für ein Haus von essentieller, wenn nicht sogar von existentieller Bedeutung ist, wird dem angehenden Bauherrenpaar dann doch schnell deutlich.  Zur Not in Form von Architekt, Bauleiter und Co. 😉

Worum es nun bei einem WDVS genau geht und wie wir das bei unserem Haus gelöst haben, darum geht es in dem heutigen Eintrag.

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Die Stommel-Wände, deren Wärmeleitfähigkeit und die wirtschaftlichen Folgen

By , 23. Februar 2013 09:26

Stommel Haus, so weiß es der geneigte Interessent, bietet drei verschiedene Wandkonstruktionen an, die sich hinsichtlich des Aussehens aber auch hinsichtlich des Aufbaus, des zu bezahlenden Preises und der Wärmeleitfähigkeit unterscheiden.
(alle Daten stammen von hier, Stand 20.02.2013)

Die Außenwände bei Stommel Haus

Die folgenden Wände bietet Stommel Haus für seine Bauten an:

Klassik-Wand

  • Ergibt das Aussehen eines rustikalen Blockhauses
  • Querliegende Bohlen
  • Außen wie innen ausschließlich Holz

Elementar-Wand

  • Ermöglicht sehr moderne Häuser aber auch klassische Holzhäuser
  • Querliegende Bohlen
  • Außen wie innen wahlweise Holz oder verputzt bzw. Fermacell-beplankt

Patent-Wand

  • Ergibt klassische Holzhäuser
  • Senkrecht stehende Bohlen
  • Außen wie innen ausschließlich Holz

Die gestalterischen Möglichkeiten und Entscheidungskriterien möchte ich hier gar nicht erst antasten, das muss jeder für sich selbst entscheiden. 😉

Was mich viel mehr interessiert und am Anfang unserer Planungen auch eine gewisse Rolle gespielt hat, ist, wie teuer die Wände sind und wie gut sie isoliert sind.

Mehr nach dem Klick auf „Weiter lesen“.

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Schornsteinfegers Traum

By , 26. Januar 2013 17:10

Huch, jetzt gibt es doch noch einen eigenen Artikel zum Thema „Schornstein“. Und das, obwohl ich hier doch versprochen hatte, keinen meiner Leser einzuschläfern. 🙂

Aber wie es sich herausstellt, ist das Thema „Schornstein“ doch komplexer, als es auf den ersten Blick scheint, denn es gibt eine Abhängigkeit zur Position des Kamins.

Der Kamin muss so platziert werden, dass brennbares Material mindestens 1m von jeder Glasscheibe des Kamins entfernt ist.
Bei uns ist das wichtig, weil der Kamin seitlich neben einer Tür platziert werden soll, die einen Holzrahmen hat. Und da möchte man doch wissen, wie nah der Kamin an die Tür rutschen kann, ohne dass der Schornsteinfeger böse wird.
Wichtig ist hier der Begriff „direkte Strahlung“. Nach hinten z.B. verhindert eine spezielle Schicht aus Dämmsteinen, dass die stommel’sche Innenwand ankokelt.
Nach vorne haben wir zum Glück keine Probleme, da wir keinen Fußboden aus Holz oder anderen brennbaren Materialien haben.

Wie berechne ich nun den Mindestabstand des Kamins zur Tür?

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Die wundersame Schrumpfung der Bodenausgleichsplatte

By , 14. Januar 2013 20:15

Hier hatte ich ja noch davon berichtet, dass wir eine Bodenausgleichsplatte benötigen. Allerdings ohne aufzulösen, wie die Geschichte ausging.

Die Platte ist nämlich auf wundersame Weise geschrumpft. Ganz gewaltig sogar. 🙂

Kurz die Ausgangslage: unsere Kellerdecke enthält Höhenunterschiede von 27mm. Und dann ist da noch der Balkon, der, um Wasser ablaufen zu lassen, abschüssig gebaut ist. Mit dem zusammen ergibt das einen maximalen Höhenunterschied von 4cm.

Die erste Aussage unseres Bauleiters war dann auch schockierend: „da muss eine Ausgleichsplatte drauf“. Und zwar auf voller Fläche.

Uff. Damit haben wir bei unserem Handwerker angefragt. Der war zunächst auch nicht um eine Lösung verlegen (für die Fachleute: Ardex K 301). Das Problem war nur der Preis. Weil die Platte zum einen teilweise sehr dünn würde und zum anderen frostfest sein müsste, braucht man dieses spezielle Zeugs. Und das ist auf der gesamten Fläche mal eben schlappe 15.000€ teuer. Wargghssss……..

Unser Handwerker hatte dann aber die brilliante Idee, ob es nicht reichen würde, die Ausgleichsplatte ausschließlich unter den tragenden Wänden aufzubringen. Im Rest des Haus kommt dann einfach ein bisschen mehr Estrich rein. Also ein schnelles Telefonat mit Stommel Haus: ja, würde reichen! Wir müssten nur darauf achten, dass der Streifen breit genug wird. Ringsum 40-50cm würden reichen.

OK, geht doch. Mit dieser Info also wieder zu unserem Handwerker. Der hat uns ein Angebot über ca. 4.500€ erstellt. Immer noch viel aber schon mal deutlich weniger.

Zwei oder drei Tage später dann noch ein Telefonat mit Stommel Haus. Dort bekam ich die Info, dass man nach einigem Überlegen sogar nur einen Ausgleich im Bereich des Balkons benötigen würde. Und hier auch nur in einer Breite von 40cm. Den Rest würde man mit längeren Schrauben und Dübeln abfangen können.

Yaaaay!

Die Ausgleichsplatte am Balkon war dann auch kein großer Akt mehr. Da konnte auch preiswerteres Material verwendet werden (wieder für die Fachleute: Nivelliermasse Quick-Mix). Alles in allem hat uns diese geradezu winzige Platte dann auch deutlich weniger als 1.000€ gekostet.

Ufffffff!

Und für alle Bauherren, die auch auf einen bestehenden Keller (Hallo Andreas :-D) bauen: Stommel Haus baut seit Anfang des Jahres nach Auskunft unseres Bauleiters wohl mit einer Unterfütterung aus Quellmörtel und kann so auch größere (mehr als 10mm) Höhenunterschiede ausgleichen. Es kann also sein, dass so eine Ausgleichsplatte gar nicht mehr nötig ist.

Das muss aber euer Bauleiter nach Ausmessen der Bodenplatte / Kellerdecke festlegen.

Wandkonstruktion

By , 29. April 2012 17:12

Ein Hausbau ist ja nicht nur bei dem großen Ganzen interessant sondern auch bei den vielen kleinen Details, die es so gibt.

Und so haben wir uns von unserer Architektin mal erklären lassen, wie die Wand von Keller und neuem Haus so aussieht, nachdem alles fertig ist.
Hintergrund: die Kellerwand soll von außen neu isoliert und abgedichtet werden. Diese Schicht, vermutlich 10-20 cm stark, steht dann natürlich gegenüber dem oberen Teil über. Unsere Befürchtung war, dass man dadurch eine unschöne Stufe erhält, auf der man bildlich gesprochen einen Blumentopf platzieren kann.

Doch zunächst mal von vorne: wie sieht die Wand aktuell aus? Zur Illustration eine schematische Skizze (Fehler stammen von mir; Größenverhältnisse können von der Realität abweichen und können zur bessern Anschaulichkeit übertrieben sein).

So weit so einfach: es gibt eine Kelleraußenwand, darauf liegt/steht die Kellerdecke und die Erdgeschosswand.

Die neue Außenwand muss natürlich mit der tragenden Konstruktion so platziert werden, dass sie nicht über die jetzige Kellerdecke hinausragt. Sonst gibt es ein ziemlich großes Mikado, weil die Außenwand abrutscht.

Einschub: bei dem stehenden Haus kann man nicht genau (hier geht es um einzelne Zentimeter!) erkennen, wie weit die Kellerdecke aufliegt und wie groß sie ist. Das ist der Grund warum Stommel Haus die freiliegende Bodenplatte ausmisst, um dann erst die Fertigung zu starten.

Die neue Wand wird also so platziert, dass der äußere Rand der tragenden Konstruktion bündig mit dem Ende der Kellerdecke / Bodenplatt ist. Die Außenbeplankung kann dann natürlich überstehen.
Ergänzt wird das ganze dann noch mit einer Dämmung für die Stirnseite der Bodenplatte.
Der Clou, warum der beschworene Blumentopf nicht auf die Außenisolierung passt, ist ein Z-Profil, dass den restlichen Überstand cachiert und die neue Außenisolierung vor Feuchtigkeit schützt.

Am Ende könnte das dann so aussehen:

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