Schwachstelle bei Stommel Haus

Von , 14. Juni 2012 18:00

Wir haben ja schon viel Gutes über Stommel Haus gehört und bisher auch nur gute Eahrungen gemacht. So langsam kristalisiert sich aber eine Schwachstelle im Konzept heraus. Und das ist der Keller.
Stommel Haus setzt (vermutlich wie die meisten Hersteller) eine fertige Bodenplatte bzw. einen fertigen Keller voraus. Das bedeutet aber auch, dass der Bauherr genau hier sehr viel Aufwand hat, den Kellerbauer und den Fertighausbauer zu koordinieren. Das fängt beim Grundriss an, geht weiter bei der Wärmeberechnung und hört bei der Statik nicht auf.
Da die Keller-Haus-Schnittstelle von allergrößter Bedeutung ist, muss hier entsprechend viel Koordinierungsaufwand getrieben werden. Lieber einmal zu viel telefoniert als nachher teure Nacharbeiten.
Fazit: wir würden uns wünschen, wenn hier mehr durch den Fertighaushersteller koordiniert bzw. verantwortet würde.

Meilenstein: Antrag auf Abrissgenehmigung eingereicht

Von , 9. Juni 2012 08:55

Der nächste Meilenstein ist erreicht: der Antrag auf Abrissgenehmigung ist fertig!
Wie es sich in Deutschland gehört, gibt es dafür natürlich ein Formular. Lustigerweise nimmt immer das gleiche Formular, unabhängig davon, was oder wieviel man abreißt. Unser Einfamilienhaus hat die selben zwei Seiten wie eine abzureissende Schule oder ein Krankenhaus.
Der Antrag muss selbstmurmelnd in dreifacher Ausfertigung eingereicht werden…

Bau-juristische Erkenntnis: eine Abreissgenehmigung braucht man erst ab einem abzureißenden Volumen von mehr als 300 Kubikmetern. Damit ist nicht das tatsächliche Materialvolumen gemeint Sonderbund der umbaute Raum. Bei einer angenommenen Raumhöhe von 2,8m wären das immerhin eine Grundfläche von 107 Quadratmetern.
Da bei uns das Dach mit abgerissen wird, sind wir deutlich über dieser Grenze.

Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wie lange so eine Genehmigung braucht…

Großes Kino

Von , 4. Juni 2012 22:34

Ganz. Großes. Kino.

Der Vorbesitzer unseres Hauses hat heute das letzte Teil abgeholt. Eine Maschine. Genauer: eine Drehbank. Von 1958. 1,2 Tonnen schwer.

Nein, ihr habt euch nicht verlesen: 1.200 kg!

Er hatte zwei Freunde dabei, die mit einem LKW kamen. Alleine die beiden Freunde waren schon ihr Geld wert. Klein, kompakt, kräftig aber sehr freundlich und absolut original rheinische Griechen vom Schrottplatz. Einer von beiden hatte die schönste Vokuhila-Matte, die ich seit langer, langer Zeit gesehen habe.
Der LKW wurde schwups vor der Garage geparkt, Hebebühne runter und mit einem manuellen Hubwagen (oder Ameise) die Maschine aufgeladen. Naja oder so ähnlich.
Die Ameise unter die Maschine zu bekommen, war ja noch einfach. Das Problem kam, als das Teil auf der Hebebühne stand: die konnte nur 1 Tonne heben. Und weil die Maschine nicht in der Mitte stand, ruckte die rechte Seite hoch und die linke blieb unten. Und fast aber auch nur fast wär das schwere Teil umgekippt. Uiuiui.
Erstmal checken, wie ich am schnellsten die Notrufnummer wählen kann und wo der Hubschrauber landen kann…

Dann der zündende Einfall: rechts und links wurde die Hebebühne mit Gurtspannern gesichert (was halten diese Teile eigentlich aus?). Und dann die Hebebühne so viel heben lassen wie möglich ist. Mit einem misstönenden “iöööks” schafft sie ein paar Zentimeter. Also flugs die Gurtspanner nachziehen “ritsch-ratsch ritsch-ratsch ritsch-ratsch”. Dann wieder die Hebebühne “iöööks”. Dann “ritsch-ratsch ritsch-ratsch ritsch-ratsch”. “iöööks”, “ritsch-ratsch ritsch-ratsch ritsch-ratsch”, “iöööks”, “ritsch-ratsch ritsch-ratsch ritsch-ratsch”.

So iöööksen und ritsch-ratschen die drei dieses Ungetüm langsam zur Ladekante hoch. Der ganze LKW wackelt und mehr als einmal seh ich das Zeug schon fallen. Moment, versucht der gerade wirklich das irgendwie festzuhalten? Arghs!
Oh, jetzt fällt ihnen ein, dass die linke Seite der Hebebühne was abhängt. Ach, egal, schnell eine passend große Holzkante drunter geklemmt. Weiter gehts!

Irgendwann ist es geschafft. Das Teil auf die Ladefläche zu wuchten ist dann schon das Geringste. Und die Absicherung schaue ich mir mal lieber nicht an. Ich mache lieber drei Kreuze, dass es geklappt hat!

Oh, habe ich schon erwähnt, dass es die ganze Zeit in Strömen regnete und alles nass und glitschig war? =:-)

Gerümpel, Gerümpel, Gerümpel

Von , 2. Juni 2012 17:57

Unglaublich, wie viel Krempel in ein einzelnes Haus passt!
Insgesamt sind jetzt für die Leer-Räumung von unserem Haus über 15 Manntage draufgegangen. Es wurden drei Müllcontainer gefüllt und ein LKW mit dem Hab und Gut gefüllt.
Der Vorbesitzer hat sich extra eine 100qm-Halle gemietet und wohl bis zum Dach gefüllt.
Insgesamt haben wir 3,5 Monate von der Zwangsversteigerung bis zum leeren Haus gebraucht, was ziemlich schnell ist.

Wir haben dann heute mit einer Motorsense (danke, Michael!) das Gras vor dem Haus gefällt und rund ums Haus ein wenig aufgeräumt – die Nachbarn freuen sich jedenfalls schon.

Das nächste Ereignis wird dann eine Feuerwehrübung im Haus! Zitat: “Wir suchen was, wo wir rein können und es nicht schade ist, wenn das Parkett danach ein paar Kratzer hat.” 🙂

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